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Impfdrängler

Hui, was rauscht denn da durch den Gerüchtewald? Erst lei­se flüs­ternd, dann laut spre­chend und schließ­lich offen her­um­brül­lend: Der grü­ne Impfpass. Ja, was ist denn das? Mit dem Pass kann man im Einzelhandel ein­kau­fen, Präsenzunterricht genie­ßen, wo man will, in Unihörsälen her­um­lun­gern, in Hallenbädern her­um­plan­schen, in Freibädern her­um­tum­meln, sich in Bars her­um­trei­ben, ja, sogar in Restaurants herz­zer­rei­ßend spei­sen, in Kinos hei­ße Szenen küh­len Auges begaf­fen und im Theater wie­der jubelnd Beifall tram­peln. Aber lang­sam! Halt! Stop! Ein gül­ti­ger Lichtbild-bebil­der­ter grü­ner Impfpass muss her­aus­ge­kramt und dem Kontrolleur vor die neu­gie­ri­ge Nase gehal­ten werden!
Aber woher bekom­men, wenn nicht stehlen?
Die Lösung klingt sehr ein­fach, ist aber lei­der, lei­der unglaub­lich kom­pli­ziert. Die Regierung hat eine Impfordnung fest­ge­legt: Erst die Ältesten der Alten, dann die Schwächsten der Schwachen und dann die Kranksten der Kranken und so wei­ter bis run­ter zu den Stärksten der Starken und den Jugendlichsten der Jugendlichen.
Und zu die­ser Verkomplizierung kommt auch noch die Oberpanne: Nicht genug Impfstoffdosen sind vor­han­den. Spritzwütige Impfer und Impferinnen sind da, aber nicht genug Dosen.
Also was machen? Alle Menschen, die mit zwei gesun­den Beinen in einem gesun­den Leben ste­hen, krem­peln sich jetzt mit dem Grünpass vorm geis­ti­gen Auge die Ärmel hoch und drän­geln, was das Zeug hält. Ellenbogenkick nach rechts, Ellenbogenstoß nach links, auch ein Fußtritt wird mal aus­ge­teilt, Handkantenschläge wer­den aus­ge­übt, auch ein übler Kopfstoß wird aus­pro­biert … und … der Weg zum ver­impf­ten Grünpass scheint frei!
Das Ganze klingt nach Tohuwabohu, chao­ti­sches Durcheinander. Charles Darwins „sur­vi­val of the fit­test“ lässt freund­lich grü­ßen. Und schon lau­fen Korruption und Bestechungsgelder. Alle wol­len an die Spritze! Vor Monaten noch ging die Angst vor der Spritze um. Niemand oder bes­ser gesagt kaum jemand woll­te sich frei­wil­lig sprit­zen lassen.
Und jetzt: Neue Marschrichtung! Sturm auf die Impfzentren! Schwarzmarktpreise für Impfdosen! Pharmafirmen müs­sen Lagerhallen bau­en für die Goldladungen, die tag­täg­lich ein­fah­ren. Jeder will geimpft wer­den, denn jeder will den Grünpass. Die Geldfälscher schu­len um auf Grünpass-Fälscher. Und das Geschäft blüht. Überall glück­li­che geimpf­te Menschen, rei­che Grünpassfälscher, zufrie­de­ne Politiker und ein befrei­tes Volk. Und die Impfzentren arbei­ten auf Hochtouren, gut bezahlt, rund um die Uhr.
Und das Virus steht da, bedröp­pelt, ver­einsamt, obdach­los, um Almosen bet­telnd und vom Aussterben bedroht. Das hat es jetzt davon!

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Man, bzw. wir müs­sen nur den Mut haben, uns dem rol­len­den Stein ent­ge­gen zu stellen.
    Ich will weder ewig in Isolation wei­ter leben, noch die­sen Impfstoff im Arm haben. Ich will sehen, wie Menschen sich aus­tau­schen und trotz­dem Verantwortung für ihre Gesundheit über­neh­men. Indem sie zuhau­se blei­ben, wenn sie krank sind und sich dort einen Tee kochen und gesund wer­den. Mit Besuch, der ger­ne mit Maske kom­men darf, aber Kuchen und Wein mitbringt.

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