Zum Tod von Johannes Galli
Der Theatermacher Johannes Galli, geboren am 15. Januar 1952 in Eltville, ist in den frühen Morgenstunden des Sonntags, 19. Juli 2026, verstorben.
Infolge der Spätfolgen seiner Diabeteserkrankung erblindete Johannes Galli im Alter von 61 Jahren vollständig. Seit 14 Jahren wurde er regelmäßig in einer Wiesbadener Dialysestation behandelt. Seiner schöpferischen Kraft und seinem unermüdlichen künstlerischen Schaffen tat die schwere Erkrankung jedoch keinen Abbruch. So dürfen wir heute auf ein außergewöhnlich reiches Lebenswerk zurückblicken.
Mit seinen rund 400 Theaterstücken hat Johannes Galli zahlreichen Menschen berührende, beseelte und zugleich höchst amüsante Theaterstunden geschenkt. Darüber hinaus veröffentlichte er im Laufe seines kreativen Schaffens 75 CDs und 40 Bücher – darunter Sachbücher, Romane und Erzählungen.
Seine künstlerische Laufbahn begann Johannes Galli als Straßenclown. Bereits seit den 1970er-Jahren bot er Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung an, insbesondere Clownkurse. Schnell machte er sich einen Namen und galt in der Szene als „der Trainer, der alles aus dir herausholt“.
Ab 1979 begann Johannes Galli, Theatergruppen aufzubauen, die seine Stücke unter seiner Regie auf die Bühne brachten. Heute gibt es zehn Galli Theater in Deutschland: in Wiesbaden, Berlin, Hamburg, Kiel, Weimar, Erfurt, Frankfurt, Backnang, Tübingen und München. Hinzu kommen ein Galli Theater in New York, vier Theater in China sowie zahlreiche Spielergruppen, die seine Stücke überall auf der Welt aufführen.
Auch nach seinem Tod wird das Werk von Johannes Galli weiterleben.
In den Galli Theatern Wiesbaden, Berlin, Hamburg, Kiel, Weimar, Erfurt, Frankfurt, Backnang, Tübingen, München, New York, Peking, Shanghai, Qingdao werden seine Theaterstücke weiterhin zu sehen sein.