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Krawalle in Stuttgart

von Johannes Galli

Es war an einem ganz nor­ma­len Party-Samstag, als nachts ein Aufschrei durch her­um­dö­sen­de Politiker und eben­sol­che Journalisten ging. Oh, da wur­de gewet­tert, getobt und geschimpft. Und mehr oder weni­ger ängst­lich wur­den Schlagworte her­ausge­wälzt wie: Linksterrorismus, Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit … Ja, man wit­ter­te sogar Rebellion, Aufruhr, Bürgerkrieg. Und dann end­lich diens­tags dar­auf hat­te eine enorm effek­ti­ve Staatsanwaltschaft den Fall soweit unter­sucht, dass Entwarnung gemel­det wur­de, und Erleichterung ging durch die Reihen der auf­ge­schreck­ten Staatsdiener und deren befreun­de­te Reporter. Es war nur der übli­che Partyterror mit Drogen und Alkoholmissbrauch, der die Jugendlichen dazu ver­führt hat­te, ein biss­chen über die Stränge zu schla­gen. Also Schaufenster ein­schla­gen, Geschäfte plün­dern und Autos anzün­den … Also Jugendsünden eben, die man im hem­mungs­lo­sen Rausch schon mal macht.
Und mil­de lächel­ten die in Ehre ergrau­ten älte­ren regie­ren­den Damen und Herren über den Streich, den die jun­gend­li­chen Partygänger der Polizei gespielt hat­ten. Und dass die ver­letz­ten 19 Polizisten kaum ein paar blaue Flecken und eine Schürfwunde am klei­nen Finger davon­ge­tra­gen hat­ten, run­de­te die Harmlosigkeit des gesam­ten Vorfalls ab.

Gott sei Dank nur Randale im Drogenrausch!

Autor: Johannes Galli | Geschrieben für die Zeitschrift “Lebens(t)räume” 

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Um im Geschäft zu blei­ben, schmü­cken vie­le Berichterstatter lang­wei­li­ge Nachrichten mit gewürt­z­tem Beiwerk aus,; lei­der.

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