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Der Superreiche

Neulich hör­te ich im Radio eine Meldung, da fiel mir die Kuchengabel vom Tisch und die Teetasse knall­te auf den Unterteller. Hier die Meldung: Es gibt auf die­ser Welt 60.000 Superreiche, von denen jeder Einzelne über hun­dert Millionen Dollar besitzt.
In einem Aufschwall von Wut dach­te ich: „Das gibt’s doch nicht!“, schrie und tob­te wie ein Berserker. Zum Glück war ich allei­ne und unbe­ob­ach­tet, so dass nie­mand in Schreckstarre fal­len muss­te. Dann beru­hig­te ich mich wie­der. Mangels eines leben­di­gen Partners pöbel­te ich mein Reststück Schwarzwälder Kirschtorte an und schrie gei­fernd: „Was für eine Ungerechtigkeit! Da hun­gern Dreiviertel der Weltgemeinschaft und 60.000 sah­nen ab!“
Just in die­sem Moment schab­te ich mit dem Teelöffel Sahne aus der Schwarzwälder Kirschtorte. Mmmhhh, lecker lecker! Fein mit Vanillezucker gesüßt. Mh, fluffig! Und eine in Kirschwasser getränk­te Schattenmorelle … und über­all quoll Sahne her­vor … Und nach den nächs­ten bei­den Löffeln beru­hig­te ich mich der­ge­stalt, dass ich hoff­te, durch irgend­ei­nen aber­wit­zi­gen Zufall eines Tages in nicht all­zu fer­ner Zukunft viel­leicht der sech­zig­tau­send­und­eins­te Superreiche zu sein. Der Tag war geret­tet, denn ich stell­te mir vor, dass ich mir, wenn ich super­reich wäre, mal so rich­tig was leis­ten wür­de. Zum Beispiel ein ver­län­ger­tes Wochenende in Husum, wo ich mir in der Pension Gummistiefel mie­te und dann einen Strandspaziergang im Wattenmeer mache. Und dabei wür­de ich die Möwen mit fri­schem Weißbrot füt­tern. Und wäh­rend­des­sen wür­de ich zu Hause mei­ne Ein-Zimmer-Wohnung neu tape­zie­ren las­sen. Und wenn ich zurück­kä­me, wür­de ich dem Malermeister ein Trinkgeld zuschie­ben. Und da würd ich mich nicht lum­pen las­sen. Einen Fuffi! Und für sei­nen Gehilfen einen Zwanni. Denn die bei­den soll­ten auch was von mei­nem Reichtum haben.

Ja, ich ver­ste­he es schon, rich­tig viel Geld zu verprassen!

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Was hat­te ich für einen Spaß beim Lesen — ich wie­her­te vor Lachen und mein Schwabenherz jubi­lier­te — vie­len Dank für die­sen erfri­schen­den Blog bei den hei­ßen Temperaturen draußen.

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