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Der kleine Corona Muck

Ganz entfesselt in meiner unbändigen Lust, bekannte Märchen kreuz und quer zu interpretieren, wende ich mich dem deutschen Märchendichter Wilhelm Hauff zu. Aus seinem Werk wähle ich ein bei den Kindern sehr beliebtes Märchen heraus: Der kleine Muck, eine orientalische Erzählung, in der ein kleiner pfiffiger Bursche durch Wachheit und Dreistigkeit einer Zauberin Pantoffeln und einen Wanderstock stiehlt. Schon bald bemerkt er, dass er mit den Pantoffeln rasend schnell laufen und mit dem Wanderstock Schätze auffinden kann. Er legt sich mit dem Sultan an, besiegt ihn im Schnelllauf und im Schätze finden und ergattert so nach einigem Hin- und Her die zum ersten Preis ausgeschriebene Prinzessin.
Die Geschichte lebt von der enormen Dynamik, dass auch ein kleiner Mensch aus armen Verhältnissen das große Glück erreichen kann. Die zuschauenden Kinder schreien vor Vergnügen, denn sie sehen sich in dem kleinen pfiffigen Muck repräsentiert. Wilhelm Hauff hat dieses Märchen mit circa zwanzig Jahren geschrieben und starb fünf Jahre später an Typhus, einer gefährlichen Infektionskrankheit. Oh, da horche ich doch gleich auf. Eine Infektionskrankheit? Hat sein Märchen vielleicht etwas mit Infektionskrankheit zu tun? Springen wir doch mal aus lauter Jux und Tollerei in unsere heutige Zeit. Typhus ist zwar fast unter Kontrolle, aber da war doch noch was … Hm … Ach ja, Corona!
Corona und der kleine Muck? Ja, ja, ich weiß … an den Haaren herbeigezogen. So werde ich immer harsch kritisiert, wenn ich ein bisschen herumspekuliere. Aber man wird doch ein bisschen spekulieren dürfen. Wenn ich heutzutage Nachrichten höre, da geht es fast ausschließlich um Spekulation. Ja, und? Ich kenne sogar eine Berufsgruppe, die ausschließlich von Spekulation lebt und gar nicht mal schlecht. Die Aktienbesitzer, Immobilien-, Geld- und Goldspekulanten. Und ich werde brutal angemault, weil ich zwischen künstlerischem Schaffenswerk und Gesundheitszustand des Künstlers eine Verbindung spekuliere.
Ach, was soll diese Rechtfertigung, die habe ich doch gar nicht nötig. Denn jeder Leser und jede Leserin muss doch selbst entscheiden, ob er oder sie meine kapriziösen Gedankengänge verfolgt oder nicht. Ich lasse einfach die Katze aus dem Sack. Die Pantoffeln sind die Pandemie, die sich in rasender Geschwindigkeit mit sieben Meilen pro Minute über die ganze Welt verbreitet. Der Wanderstock, der überall, wo er sucht, Schätze findet, ist die Pharmaindustrie, die auf der Suche nach dem Impfstoff Schätze von so einer gewaltigen Menge findet, dass sie Google, Facebook und Amazon zusammen kaufen kann. Und der Sultan sind alle Regierungen, die den Wettlauf mit dem Virus Lockup oder Lockdown verlieren.
Also, es bleibt die Erkenntnis, dass wir vor der Übernahme der Weltherrschaft durch die Pharmaindustrie stehen. Und die, die überleben wollen, sollen sich dringend Aktien kaufen. Ach, da gerate ich ins Schwärmen. Sagen wir mal: Durch einen Zufall hätte ich ein paar Pharmaaktien gekauft und die wären dann so wertvoll, dass ich sie verkaufen würde und dann würde ich mir eine Insel kaufen. Zum Beispiel Malta. Dort würde ich Korruption verbieten und alle Menschen müssten Abstand halten und freundlich sein. Und ich würde noch weitere Aktien kaufen und mit riesigem Gewinn weiterverkaufen und dann würde ich Irland kaufen und Nord- und Südirland befrieden. Und dann würde ich die Ukraine kaufen und dort einen Diktator wegjagen. Und alle Ukrainer wären glücklich … Und dann würde ich … Oh mein Gott, sind Märchen schön …

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Lieber Johannes,
    da du gerade bei den Märchen bist:
    Wie wäre es mit, kosmisch gesehen: „Dornröschen“ der 100jährige Schlaf geht zu Ende.
    Auf der Erde spielt jedoch gerade „Schneewittchen“. Stiefmutter bemerkt gerade, dass Dornröschen-Schneewittchen schöner ist als sie. Sie ruft Jäger Covid: „Bring mir Schneewittchen um und bring mir Lunge und Leber….“
    Der Jäger hat Mitleid ..Schneewittchen irrt allein im Mediendschungel umher, kommt endlich zum Zwergenhaus(Lockdown und Quarantäne) bei sich an. Geschützt, vielleicht in Verbindung mit ihrer Intuition….( 7 Zwerge) Stiefmutter merkt, dass Jäger Covid sie betrogen- selbst aktiv!
    1.Verführung: Schnürriemen(etwas höher gerutscht) nimmt den Atem
    2. Versuch: Kamm (Testen, testen, testen ?Nase Blut-Hirnschranke?) Verwirrung, Chaos
    3.Versuch: vergifteter Apfel (Impfung)
    Prinz liebt Schneewittchen. Diener passiert Missgeschick, Sarg schlägt auf Boden auf(Schock)
    Schneewittchen erwacht. Stiefmutter muss in glühenden Pantoffeln tanzen, bis sie tot umfällt.
    Herzliche Grüße und ein lichtvolles Weihnachtsfest!
    Adelheid

  2. Ich kann mich Charlotte nur anschließen. Es ist herrlich solch einen Gedanken erst einmal zuzulassen und somit ein winziges Samenkorn zu säen , das vielleicht hi und da auf fruchtbaren Boden fällt, um von dort aus als kleines Plänzchen mehr und mehr zu wachsen. Danke für diese wunderbare Interpretation – und genau passend am heutigen Tag.

  3. Lieber Johannes,
    ich lese immer gerne Deine Geschichten und Bücher. Auch diese Geschichte ist wirklich wieder einmal sehr passend geschrieben. Ich denke mal, dass Du darüber noch mehr schreiben könntest, denn das ist alles nur die Spitze des Eisberges. Du hast natürlich die Gabe, es so zu schreiben, dass die Menschen intensiver über diese Situation nachdenken bzw. anders denken oder besser gesagt – überhaupt denken.
    Liebe Grüße und schöne Weihnachten wünscht Dir Christina

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