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+++ Eilmeldung +++ Offener Brief an Putin +++

Offener Brief an den Herrn Wladimir Wladimirowitsch Putin
von Herrn Johannes Galli

Donnerstag, der 24. Februar 2022

Sehr geehr­ter Herr Wladimir Wladimirowitsch Putin,

ich sehe mich ver­an­lasst, durch die Ereignisse des heu­ti­gen Tages eine Stellungnahme abzu­ge­ben, in der Hoffnung, dass Sie mei­ne umfas­sen­de Entschuldigung annehmen.
Entschieden distan­zie­re ich mich von allen Sanktionen, die gegen Sie im Gespräch sind, und möch­te mit mei­ner per­sön­li­chen Entschuldigung Ihre ent­glit­te­ne Reaktion wie­der geradebiegen.
Lassen Sie mich etwas aus­ho­len. Als ich vor einer Woche mei­nen Einakter „Kasperle Puti plant die Invasion“ ange­fan­gen habe zu schrei­ben, hat­te ich vor, spie­le­risch mit Ihnen gemein­sam die etwas undurch­sich­ti­ge Situation in der Ukraine zu durchleuchten.
Vielleicht habe ich hie und da ein wenig über- oder unter­trie­ben. Aber das gehört eben zum Handwerkszeug eines preis­ge­krön­ten Satirikers, wie ich es nun­mal bin. Ich kann nichts für mein Talent. Ich muss es leben. Genau so, wie Sie Ihre Talente leben müs­sen, sonst wer­den Sie unglück­lich und fan­gen noch einen Krieg an!
Genau das ist gesche­hen, wie ich heu­te Morgen aus den Nachrichten erfuhr. Sofort durch­zuck­te mich ein hef­ti­ger Schrecken.
Und des­we­gen mei­ne Bitte: Sehr ver­ehr­ter Herr Putin, wegen mir und mei­nem miss­ra­te­nen Einakter brau­chen Sie doch kei­nen Krieg anzufangen.
Ich bit­te Sie, im Namen aller Beteiligten, sei­en Sie doch nicht belei­digt. Ich ent­schul­di­ge mich mit allen Demutsgebärden, die mir zur Verfügung ste­hen, und darf Sie trös­ten. Sie den­ken viel­leicht, mein Einakter ging durch die gan­ze Welt und erreich­te Millionen Follower. Aber das war mit­nich­ten so! Ich habe sie­ben Follower und die habe ich sofort heu­te Morgen unter­rich­tet, dass ich mich höchst­per­sön­lich bei Ihnen ent­schul­di­gen wer­de, in der Hoffnung, dass Sie dann den Krieg abbre­chen und zu Friedensverhandlungen bereit sind.
Ich ver­spre­che Ihnen hoch und hei­lig, dass ich nichts Nachteiliges mehr über Sie berich­ten wer­de und Sie in kei­nem wei­te­ren Theaterstück als Haupt- oder als Nebenfigur pla­ne. Vor allem aber ver­spre­che ich, Sie nie mehr „Kasperle Puti“ zu nen­nen. Das war wirk­lich nicht hin­nehm­bar und auch völ­lig inakzeptabel!
Als erfah­re­ner Staatsmann möch­te ich Ihnen zum Abschluss mei­nes offe­nen Briefs einen Ratschlag erteilen.
Wie all­ge­mein berich­tet wird, ver­fü­gen Sie über ein Privatvermögen von 40 Milliarden bis 200 Milliarden. Zum Vergleich: Ich habe eine Rente von €1.200,-
Aber ich fin­de, man kann den edlen Charakter nicht unbe­dingt in Geld ausdrücken.
Doch nun zurück zu mei­nem Ratschlag: Mit so viel Kohle, wie Sie haben, müs­sen Sie doch nicht in die Ukraine ein­mar­schie­ren. Kaufen Sie ein­fach die Ukraine! Das ist viel unkom­pli­zier­ter, ver­mut­lich sogar bil­li­ger als Krieg und auch lustiger!

Mit freund­li­chen Grüßen

Ihr erge­be­ner Freund
Johann Johannowitsch Galli

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Lieber Towarisch Galli,
    dan­ke für dei­ne Bemühungen um Schadensbegrenzung, auch wenn es zu spät ist.
    Kannst du bit­te Herrn Putin fra­gen, war­um es jetzt Kampfhandlungen um Tschernobyl gibt?
    Braucht er noch zusätz­li­ches spalt­ba­res Material? Wir rät­seln noch!

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