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Geschichte erzaehlen

Die unvor­ein­ge­nom­me­ne Leserin oder der eben­sol­che Leser mag viel­leicht den­ken, ich habe hin­ter dem Wort „Geschichte“ das „n“ ver­ges­sen. Aber das ist kein Rechtschreibfehler, son­dern eine unge­wöhn­li­che Formulierung, die einen ernst zu neh­men­den Sinn hat. Wir sind doch alle der Meinung, dass es einen gro­ßen Vorteil bie­tet, die Geschichte zu ken­nen. Das ist rich­tig. Man kann sehen, wie sich Wirtschaftliches, Kulturelles und Politisches ent­wi­ckelt, wie­der­holt oder unvor­her­seh­ba­re Richtungen ein­schlägt. Leider ver­su­chen die Geschichtslehrer nur über die intel­lek­tu­el­le Vermittlung von Fakten objek­ti­ve Geschichtsschreibung zu zele­brie­ren.

Geschichte darf nicht nur gewusst wer­den, son­dern muss erlebt wer­den. Der Geschichtslehrer oder die Geschichtslehrerin muss die Geschichte zum Leben erwe­cken, muss Schicksale schil­dern, und Schicksale las­sen sich nur mit Gefühlen schil­dern. Freude, Leid, Trauer, Siegesjubel, Verzweiflungsgemurmel, das alles muss ver­mit­telt wer­den, damit Geschichte nicht Anhäufung von Fakten wird, die man gleich wie­der ver­gisst, son­dern erleb­tes Leben, das unter die Haut geht. So kön­nen wir aus der Geschichte ler­nen, die Gegenwart bes­ser zu ver­ste­hen, um han­delnd ein­zu­grei­fen. Geschichte muss so span­nend wer­den, dass wir begie­rig sind, sie mit Körper, Geist und Seele zu ver­ste­hen. Ach, wie span­nend ist es, die Entwicklung der Menschheit in Gedanken und Gefühlen leben­dig wer­den zu las­sen.

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