Herzlich Willkommen

auf meinem Blog. Hier veröffentliche ich wöchentlich heitere, besinnliche und nachdenkliche Beiträge für Menschen wie Du und ich. Über einen regen Besuch und Kommentare zu den Beiträgen freue ich mich selbstverständlich.

Johannes Galli

Der Letzte Lehrer: 14. Sich selbst definieren

Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie einen Spaziergang entlang eines mächtigen Flusses gemacht. Sie hatten an einer schönen Uferstelle beschlossen, eine Rast zu machen, um ihre mitgebrachten Früchte zu verzehren. Eine ganze Weile hatten sie alle auf das träge dahinfließende (mehr …)

Margot die Weinbergschnecke

Margot hieß die Weinbergschnecke, die ein ziemlich zufriedenes und recht üppiges Leben führte. Einmal war ihr Leben doch sehr in Gefahr. Aber es ging gut aus. Was war geschehen? An einem schönen Herbsttag kroch Margot so durch den Weinberg. Eine ganze Traube mit den dazugehörigen Blättern war zu Boden gefallen, und Margot  (mehr …)

Papagalli erzählt über Ausgestorbenes

Neulich hatte der Polzheimer Alfred eine verrückte Idee. Es war eigentlich keine Idee, es war ein Wunsch. Und was war sein Wunsch? Er wollte in einem Museum das Original Skelett eines riesigen Dinosauriers sehen. Er hatte ganz konkrete Vorstellungen von seinem Saurier. Es musste der Tyrannosaurus Rex sein, größtes fleischfressendes Säugetier (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 13. Das Zentrum der Arbeit

Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie sich auf einem Jahrmarkt vergnügt. Begeistert waren sie alle von der Kettenkarussell Fahrt gewesen. Sie alle hatten sich um ein Zentrum gedreht und die Wirkung der Fliehkraft erlebt und genossen. Nachdem sie sich mit Brezeln und Apfelsaft (mehr …)

Kurzgeschichte: Elvis der Heuschreck

Elvis war eine Heuschrecke. Besser gesagt: Ein Heuschreck. Oder noch anders gesagt: Ein Grashüpfer. Elvis hatte seinen Unterschlupf auf dem Bauernhof Moospichler gefunden. Elvis fühlte sich durch seinen Namen verpflichtet, ein bekannter Gitarrist und Sänger zu werden. Aber dazu (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich einmal im Schwimmbad war

Es war ein wunderschöner Sommertag und ich hatte mir ja vorgenommen, einmal im Sommer ins Schwimmbad zu gehen, um den Winterspeck abzutrainieren. Und ich spürte, heute war es soweit. Aber ich wollte nicht alleine gehen. Also rief ich bei Petra an, die konnte (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 12. Die Arbeit an sich selbst

Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie bei einem unbeschwerten Spaziergang einen See umrundet. Zum Ende hin waren sie in dem kleinen See schwimmen gewesen und hatten sich dann von der Sonne trocknen lassen. (mehr …)

Kurzgeschichte: Olaf der Keim

Olaf hieß der Keim, der erst seit kurzem in dem Küchenschwamm Adolf lebte und auf Arbeit wartete. Olaf war recht faul. Oder man könnte auch sagen inaktiv.Zacharias Morgenstern war der stolze Besitzer des Küchenschwamms Adolf und auch der ganzen (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich mich erzieherisch betätigte

Neulich dachte ich bei mir, ich müsste mal wieder sozial tätig werden. Also meldete ich mich beim „Freiwilligen Bund für soziale Unterstützung auf freiwilliger unbezahlter Basis“, kurz abgekürzt „FBFSUAFUB“. Als mich die zuständige Dame des Verteilungsbüros fragte, (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 11. Wie man Kraft speichert

Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie bei einem unbeschwerten Spaziergang einen See umrundet. Zum Ende hin waren sie in dem kleinen See schwimmen gewesen und hatten sich dann von der Sonne trocknen lassen. (mehr …)

Kurzgeschichte: Ingrid die Stubenfliege

Ingrid war eine gemeine Stubenfliege, die mit sich nicht zufrieden war. Viel lieber wäre sie eine Stechmücke oder eine Wespe gewesen. Oder eine Biene hätte es auch getan. Auf jeden Fall irgendein Insekt mit giftigem Stachel. Denn es hat doch was: So klein zu sein und den (mehr …)

Papagalli erzählt von einem typischen Sommertag

Neulich war mal wieder schönes Wetter, also ich meine so richtig schönes Wetter. Schon am Morgen prazzelte die Sonne aus allen Himmelsrichtungen, und ich beschloss, wie immer an solchen Tagen, mein Frühstück im Freien einzunehmen. Also ich meine im Biergarten. (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 10. Über das Leiden

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie eine Wiese überquert, auf der viele Menschen gelegen hatten, die ihren Rausch ausschliefen, den sie sich auf einem in der Nähe stattfindenden Volksfest angetrunken hatten. Nun saßen sie im Kreis und der (mehr …)

Kurzgeschichte: Elvira die Klapperschlange

♦ Elvira hieß eine gleichnamige Klapperschlange in Arizona, der das Leben übel mitgespielt hatte. „Wieso?“, fragen wir arglos. Niemand, noch nicht einmal ich, kann das Schicksal ergründen. Sondern wir Menschen können Schicksal höchstens erzählen. Aber gegen die Frage: „Warum nur?“, sind wir machtlos. (mehr …)

Papagalli erzählt: Meine geplante Affäre mit Nachbarin Erika Bilsenkraut

Neulich rasierte ich mich, als es an meiner Wohnungstür klingelte. Ich ging und öffnete. Vor mir stand meine Nachbarin, die alleinerziehende Mutter Erika Bilsenkraut, in einem Pepita Kostüm. Das schwarz- weiße Eckmuster stand in einem köstlichen Widerspruch zu ihren Rundungen. Erika und mich verband (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 9. Selbsttäuschung und Selbstberuhigung

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie eine Wiese überquert, auf der viele Menschen gelegen hatten, die ihren Rausch ausschliefen, den sie sich auf einem in der Nähe stattfindenden Volksfest angetrunken hatten. Nun saßen sie im Kreis und der (mehr …)

Kurzgeschichte: Emil das Email

♦ Emil heißt das Email, das nahezu täglich durch den Äther jagt und auf diese moderne Weise allerlei Informationen verbreitet. Aber einmal griff Emil auf verheerende Weise in einen Kommunikationsprozess ein, und davon will ich berichten. Graf von Stoltenbarsch hatte sich ziemlich (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich mich einmal sportlich ertüchtigte

♦ Neulich war mir nach Körperertüchtigung. Ein kritischer Blick in den Spiegel hatte mich überzeugt, dass mein Körper nicht mehr die Spannkraft früherer Jahre hatte, sondern sich zu seinen Ungunsten verändert hatte. Ob das harte Wort „schwabbelig“ in diesem Zusammenhang genannt werden muss, (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 8. Wie erkennt man Illusionen?

Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie eine Kunstausstellung besucht und sich anschließend auf einem nahegelegenen Platz in den Kreis gesetzt. Nun saßen sie im Kreis und der Letzte Lehrer wartete auf die begeistert gestellte Frage, die er (mehr …)

Kurzgeschichte: Regula die Wäscheklammer

♦ Regula hieß eine Wäscheklammer. Sie war auffallend rot und aus Plastik und gehörte also zur modernen Generation. Im weitesten Sinne war sie mitverantwortlich, dass die altbekannten Holzklammern aus dem Verkehr gezogen worden waren und aus profitablen Gründen nur noch (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich einmal Frühlingsgefühle hatte

♦ Frühling ist eine herrliche Jahreszeit. Ich meine, die Düfte und das Knospen ringsum machen mich fertig. Und die Sonne hängt himmelhochjauchzend am Himmel herum und wärmt und bräunt uns winterweißhäutige Menschleins. Herrlich. Und was macht die tierische Natur bei so viel freundlichem (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 7. Verdrängen

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie Übungen gemacht, in denen sie ihr Beobachtungsvermögen hatten stärken wollen. Nun saßen sie im Kreis und der Letzte Lehrer wartete auf die begeistert gestellte Frage, die er gerne beantworten wollte. (mehr …)

Kurzgeschichte: Peter der Luftballon

♦ Peter hieß ein gelber Luftballon, der eigentlich ein recht gemütliches Leben hätte führen können. Aber Peter hatte eine ganz quälende Eigenschaft entwickelt. Er fühlte sich überflüssig. Ach, wie beneidete er die Gabel-Erika, die köstliche Fleisch- oder Kartoffelbrocken aufspießte und dem Esser zum Mund (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich mich politisch engagierte

♦ Neulich war mir wieder einmal nach spontaner politischer Meinungskundgebung. Ich horchte herum – irgendwo in unserer Stadt musste doch eine Demo sein. Dort wollte ich mich einreihen. Schließlich bin ich nicht mit allem einverstanden, was in diesem unserem Staat passiert. Und das muss man doch auch (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 6. „Du kennst dich nicht“

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie einen Spaziergang unternommen, der sie aber nicht allzu weit geführt hatte. Nun saßen sie im Kreis und der Letzte Lehrer wartete auf die begeistert gestellte Frage, die er gerne beantworten wollte. (mehr …)

Kurzgeschichte: Balduin der Wäscheständer

♦ Balduin hieß der Wäscheständer, der zur Gütergemeinschaft der Reckenhursts gehört hatte. An Balduins Querstreben waren Schnüre angebracht, die, wenn Balduin zusammengeklappt war, schlapp und sinnlos herunterhingen. Aber auseinandergeklappt, wenn die Schnüre aufgespannt waren, konnte man (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich so einkaufe

♦ Samstags gehe ich immer einkaufen. Dabei habe ich manchmal merkwürdige Begegnungen. Von einigen will ich erzählen. Zum Beispiel war ich in der Bäckerei Forckenschwanz in der Bahnhofstraße! Ich wollte mir ein Schweinsohr kaufen. Einfach so... hatte Appetit drauf! So Blätterteig mit Zuckerguss drauf. Was (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 5. Was geschieht beim Lernen?

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie einen Spaziergang durch die Vorstadt gemacht und waren an einer großen Berufsschule vorbeigekommen. Aus den offenen Fenstern war viel Lärm nach außen gedrungen. Dort fand eine hitzige (mehr …)

Kurzgeschichte: Heini das Ausfahrtsschild

♦ Heini hieß das Ausfahrtsschild, das an der A34 in einer Rechtskurve stand. Heini war groß und stark. Zwei Löcher waren im Boden ausgehoben worden, mit Beton ausgefüllt, Stahlrohre reingesteckt und das große, gut lesbare Schild angebracht: „Erkenschwand - Ausfahrt 300m“. Dazu war noch ein Pfeil (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich einmal Süchtige belehrte

Es war einer jener klimawandelbedingt milden Wintertage, an denen ich relativ bedeutungslos in der Stadt herumstiefelte und um mich blickte. Manchmal liebe ich es, Menschen wie du und ich einfach zu beobachten. Ich erfreue mich dann an den Menschen, die eidechsengleich von Geschäft zu Geschäft (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 4. So tun, als ob man lernt

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie einen Spaziergang durch die Vorstadt gemacht. Da waren sie an einer Schule vorbeigekommen, in der gerade Unterricht stattfand. Durch das offene Fenster hatten sie Lehrer und Schüler sprechen hören. Auf (mehr …)

Kurzgeschichte: Rudi das Schlauchboot

♦ Rudi hieß ein gelb-orangefarbenes Gummischlauchboot. Es gehörte zum Hausstand des Nepomuk Moospichelhering. Die Frau von Nepomuk war Maria, und wenn wir wissen, dass ihr Mädchenname Maria Morgenschweiß war, können wir gut verstehen, dass sie bei der unvermeidlichen Eheschließung - (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich einmal am falschen Ort das Richtige sagte

Neulich war ich eingeladen zum Geburtstagsfest von Tante Theres. Jetzt fragst du mich: „Wie alt wurde sie denn?“ Ich glaube siebzig. Oder war es achtzig? Also neunzig kann es nicht gewesen sein. Wie dem auch sei, ich besorgte mir ein paar Tulpen und machte mich frohgemut auf ins Seniorenheim. Erst (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 3. Kein Baum

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie eine Wahrnehmungsübung gemacht, die darin bestanden hatte, daß jeder genau das beschreiben sollte, was er wahrnahm. Der Letzte Lehrer hatte zuvor die Schüler provoziert und ihnen versucht (mehr …)

Kurzgeschichte: Bruno der Gabelstapler

♦ Bruno war ein Gabelstapler und ziemlich stark. Er lebte im Getränkegroßhandel Holzhammel in der Nähe von Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart. Der Getränkegroßhandel Holzhammel alkoholisierte die Großgegend um Bietigheim-Bissingen sehr kompetent, meistens mit Starkbier und, wenn harte Sachen (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich mehrmals von einer schönen Frau verwechselt wurde

♦ Ich saß im Bus nach Bierheim-Willnixhofen, ahnungslos vor mich hin dösend. Die Landschaft, die draußen vorbeitorkelte, kannte ich schon und deshalb blickte ich nicht zum Fenster raus. In meinem derzeitigen Leben wollte einfach nichts Spannendes passieren. Plötzlich durchzuckte ein Blitz das (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 2. Die vereitelte Bergwanderung

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Vor Wochen hatten sie beschlossen, eine Bergwanderung durchzuführen. Drastisch und mit eindrucksvoller theatralischer Untermalung hatte damals der Letzte Lehrer die Gefährlichkeit dieser bevorstehenden Bergwanderung (mehr …)

Kurzgeschichte: Hermann der Waldbrand

♦ Hermann hieß ein Waldbrand, der bislang nur als Möglichkeit bestanden hatte. Was braucht ein kräftiger Waldbrand, damit er Wirklichkeit werden kann? Tagelange Hitze, getrocknete Sträucher, trockene Bäume, dann eine achtlos weggeworfene Zigarette, einen Windstoß, und wenn diese Faktoren (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich meinen Namen bekam

♦ Es ist an der Zeit, mich meinem begeisterten Publikum vorzustellen. Wer bin ich eigentlich? Und wieso veröffentliche ich so qualitätsvolle Texte und weise Lebensbetrachtungen? Die Antwort ist einfach: Eines Tages beschloss ich, in meinem Leben herumzuspähen, ob mir irgendetwas Besonderes, sozusagen etwas (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 1. Guten Morgen

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie beschlossen, früh am Morgen in einem großen Übungsraum schwierige Bewegungsabläufe einzustudieren. Anschließend wollten sie gemeinsam den Frühstückstee einnehmen. (mehr …)

Kurzgeschichte: Frieda das Bügeleisen

♦ Frieda war ein in die Jahre gekommenes Bügeleisen. In ihrer Jugendzeit war sie dem Ehepaar Hurst als Hochzeitsgeschenk von einem weitläufigen Bekannten übergeben worden. Dieser Bekannte, nennen wir ihn ruhig bei seinem Spitznamen Oimel, hatte sich auf der Hochzeitsfeier des frisch gebackenen (mehr …)

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