Herzlich Willkommen

auf meinem Blog. Hier veröffentliche ich wöchentlich heitere, besinnliche und nachdenkliche Beiträge für Menschen wie Du und ich. Über einen regen Besuch und Kommentare zu den Beiträgen freue ich mich sehr.

Johannes Galli

Der Letzte Lehrer: 126. Der Geist als Bibliothekar

  ♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie auf einer Waldlichtung Bewußtseinsübungen gemacht. Sie hatten sich selbst vorgestellt, ein Baum zu sein. Viele Schüler hatten Schwierigkeiten gehabt, diese Übung durchzustehen. Nachdem sie immer unruhiger geworden waren, hatte der (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 122. Gerede

  ♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten die Schüler sich in Diskussionen verstrickt, und so hatte der Letzte Lehrer die Schüler angetroffen, als sie gerade in mehreren kleinen Gruppen in hitzige Gespräche vertieft waren. Der Letzte Lehrer hatte laut in die Hände geklatscht und gesagt: „Schluß (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 113. Die Kraft des Atems

  ♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie auf einer Waldlichtung Atemübungen durchgeführt. Nie war der Letzte Lehrer müde geworden, darauf hinzuweisen, wie wichtig das bewußte Atmen sei. Nach den Übungen hatten die Schüler sich in den Kreis gesetzt. Nun saßen sie im Kreis (mehr …)

Der Wandelpunkt

  ♦ Der Wandelpunkt ist jener dynamische Punkt, in dem die alte Handlung gerade abgeschlossen wird und die neue gerade anhebt, sich zu gestalten. Es ist beispielsweise jener Moment, in dem der Atem eingeströmt ist, kurz angehalten wird und danach das Ausatmen einsetzt. Die alte Handlung ist abgeschlossen, der Plan für die neue Handlung ist bereits ins Bewußtsein gedrungen (mehr …)

Das Netz

  ♦ Der Spieler erscheint auf der Bühne und sogleich bildet seine Vorstellungskraft die Bilder der Geschichte, die er darstellen will. Wie ein feines Netz aus Maschendraht stülpt der Spieler seine Geschichte über das Publikum. Die entscheidende Herausforderung für den Spieler ist es nun, dieses Netz mit (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 217. Flucht vor der Tiefe

  ♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie beschlossen, die vor einiger Zeit niedergelegte Theaterarbeit wieder aufzunehmen. Doch beim Gespräch zur Organisation ihrer ersten Aufführung hatten die Schüler den Letzten Lehrer mit unwichtigen Fragen provoziert. So hatte er die Sitzung (mehr …)

Der Sprung

  ♦ So wie ein Gefäß, das einen Sprung hat, also undicht ist, so hat auch jede Geschichte, die erzählt wird, einen Sprung. Und so wie der Inhalt des Gefäßes aufgrund des Sprungs, aus dem die Flüssigkeit heraustropft, herausgefunden werden kann, so kann der eigentliche Inhalt einer Geschichte aufgrund dieses Sprungs festgestellt werden. Genau dann, wenn die Geschichte einen Sprung hat, muss ein Sprung getan werden, um den wirklichen Inhalt zu (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 32. Wenige Wahrheitssucher

  ♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie einen Spaziergang gemacht und die heilende Kraft der Natur in sich aufgenommen. In der Ferne hatten sie einen Kuckuck gehört. Nun saßen sie im Kreis und der Letzte Lehrer wartete auf die begeistert gestellte Frage, (mehr …)

Die Perle

  ♦ Die Heimat der Muschel ist das Meer. Dort wächst sie in aller Stille und lebt den Rhythmus der Gezeiten. Sich öffnen, um sich vom Wasser durchströmen zu lassen und sich zu verschließen, um das weiche, zarte Fleisch durch die harten Schalen vor unliebsamen Eindringlingen zu schützen, sind zwei wesentliche Lebensfunktionen der Muschel. Mitunter dringt aber (mehr …)

Gefühl oder Seele

  ♦ Unglücklicherweise hat es sich sprachlich eingebürgert, die Begriffe „Gefühl“ und „Seele“ gleichbedeutend zu verwenden. Aber Gefühl und Seele sind nicht identisch. Sie sind sogar extrem unterschiedlich. Ein Gefühl will Seele vermeiden, und Seele will Gefühl vermeiden. Gerade in therapeutischen oder religiösen Zusammenhängen (mehr …)

Rollenwechsel (Fortsetzung)

  ♦ (...) Nun wende ich mich der Erfahrung zu, die wirkliche Schauspieler machen: Je mehr Rollen sie spielen, umso mehr Kraft bekommen sie. Und dies geschieht aus folgendem Grund: Wann immer sich ein Mensch aus einer Rolle zurückzieht, um sich in eine neue Rolle hineinzubegeben, so zieht er sich für einen kurzen Moment bis tief in seinen inneren Kern zurück. Dort wird (mehr …)

Rollenwechsel

  ♦ Die Lebensenergie, die jedem von uns innewohnt und die uns mit Lebenslust versorgt, wächst dann an, wenn sie fließt. Durch ihr Fließen nämlich verhält sie sich analog zu allen kosmischen Prozessen, die sich im dauernden Fluss befinden. Nun ist es uns Menschen in dieser Gesellschaft, die Starre, Sicherheit und eherne moralische Gesetze fordert, (mehr …)

Der Fremde bin ich selbst

  ♦ Es ist mein Ziel, Ihre Aufmerksamkeit einmal mutig auf sich selbst zu lenken. Das Fremde liegt nicht außerhalb von uns, sondern wir selbst sind uns fremd geworden. Wir kennen uns nicht mehr, denn wir vermeiden uns, wo wir nur können. Wir geben alles, um ungestört in unseren Illusionen schwelgen zu können. Immer mehr investieren wir in (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 19. Die Emotionsschleife

  ♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie in freier Natur meditiert. Nun saßen sie im Kreis und der Letzte Lehrer wartete auf die begeistert gestellte Frage, (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 17. Am Bewusstsein vorbei

  ♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie auf einem Volksfest einige Zeit verbracht und die Menschen dort aufmerksam beobachtet. Dann hatten sie sich in der Nähe eine Wiese gesucht, um ihre Eindrücke zu verdauen. Nun saßen sie im Kreis und der Letzte Lehrer wartete auf die begeistert gestellte Frage, (mehr …)

Kurzgeschichte: Corinna die Ölsardine

  ♦ Corinna hieß die Ölsardine, der das Leben übel mitgespielt hatte. Sie lag nämlich in einer Ölsardinenbüchse links außen neben einem Hering, der - sei es absichtlich oder aus Versehen - in diese Sardinenbüchse geraten war. Corinna hielt es kaum aus. Nackt, unheimlich stark eingeölt lag sie da, auf der einen Seite an den Ölsardinenbüchsenrand (mehr …)

Papagalli erzählt über Mutation

  ♦ Als ich auf einem Spaziergang durch den hiesigen Stadtpark herumschlenderte, beschäftigte ich mich aus heiterem Himmel mit dem Thema „Nur der Stärkere überlebt“. Da traf ich Knackl Heinz-Eberhard, der auf einer Parkbank saß. Heinz-Eberhard tätschelte mit seiner Hand auf den leeren Platz rechts neben sich, und da er links neben sich ein (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 16. Der Hauptfehler

  ♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie Übungen durchgeführt, die das Bewußtsein erhöhen sollten. Nach einer Weile erschlafften die Schüler und der Letzte Lehrer lud sie zu einer gemeinsamen Pause ein. Nun saßen sie im Kreis und der Letzte Lehrer wartete auf die begeistert gestellte Frage, (mehr …)

Kurzgeschichte: Norbert das Schaf

  ♦ Norbert war ein typisches Schaf. Ein Herdentier ohne ausgeprägten Individualismus und auch sonst ohne großes Interesse an sich selbst. Gut, er war im Hammelchor. Dort blökte er aber eher lustlos mit. Er hätte gerne Tenor geblökt, musste aber Bass blöken. Das ging ihm (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 15. Bewußtsein lenken lernen für das eigene Ziel

  ♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie Übungen durchgeführt, die das Bewußtsein erhöhen sollten. Nach einer Weile erschlafften die Schüler und der Letzte Lehrer lud sie zu einer gemeinsamen Pause ein. Nun saßen sie im Kreis und der Letzte Lehrer wartete auf die begeistert gestellte Frage, (mehr …)

Kurzgeschichte: Reinhold die Ratte

♦ Reinhold das Rattenmännchen hatte sein Revier in Bacharach am Rhein am Ufer desselben. Er lebte in einem großen Rattenrudel, das aus Wanderratten, Wasserratten, Landratten und wie gesagt auch Uferratten bestand. Dieses große Rattenrudel war demokratisch organisiert, aber ehrlich gesagt, Reinhold interessierte sich nicht für Politik und ging (mehr …)

Papagalli erzählt von seinen Erlebnissen als Boxtrainer

Elmo war klein und schmächtig. Und er wog 49,7 Kilo. Woher ich das weiß? Na, weil ich Elmo trainierte. Er wollte Fliegengewicht Meister werden. Und da er sich keinen richtigen Trainer leisten konnte, nahm er mich kostenlos zum Trainer. Und wenn ich eins kann, dann ist es, junge, motivierte Menschen im Boxen trainieren. Ich selbst hatte, als ich (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 14. Sich selbst definieren

Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie einen Spaziergang entlang eines mächtigen Flusses gemacht. Sie hatten an einer schönen Uferstelle beschlossen, eine Rast zu machen, um ihre mitgebrachten Früchte zu verzehren. Eine ganze Weile hatten sie alle auf das träge dahinfließende (mehr …)

Kurzgeschichte: Margot die Weinbergschnecke

Margot hieß die Weinbergschnecke, die ein ziemlich zufriedenes und recht üppiges Leben führte. Einmal war ihr Leben doch sehr in Gefahr. Aber es ging gut aus. Was war geschehen? An einem schönen Herbsttag kroch Margot so durch den Weinberg. Eine ganze Traube mit den dazugehörigen Blättern war zu Boden gefallen, und Margot  (mehr …)

Papagalli erzählt über Ausgestorbenes

Neulich hatte der Polzheimer Alfred eine verrückte Idee. Es war eigentlich keine Idee, es war ein Wunsch. Und was war sein Wunsch? Er wollte in einem Museum das Original Skelett eines riesigen Dinosauriers sehen. Er hatte ganz konkrete Vorstellungen von seinem Saurier. Es musste der Tyrannosaurus Rex sein, größtes fleischfressendes Säugetier (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 13. Das Zentrum der Arbeit

Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie sich auf einem Jahrmarkt vergnügt. Begeistert waren sie alle von der Kettenkarussell Fahrt gewesen. Sie alle hatten sich um ein Zentrum gedreht und die Wirkung der Fliehkraft erlebt und genossen. Nachdem sie sich mit Brezeln und Apfelsaft (mehr …)

Kurzgeschichte: Elvis der Heuschreck

Elvis war eine Heuschrecke. Besser gesagt: Ein Heuschreck. Oder noch anders gesagt: Ein Grashüpfer. Elvis hatte seinen Unterschlupf auf dem Bauernhof Moospichler gefunden. Elvis fühlte sich durch seinen Namen verpflichtet, ein bekannter Gitarrist und Sänger zu werden. Aber dazu (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich einmal im Schwimmbad war

Es war ein wunderschöner Sommertag und ich hatte mir ja vorgenommen, einmal im Sommer ins Schwimmbad zu gehen, um den Winterspeck abzutrainieren. Und ich spürte, heute war es soweit. Aber ich wollte nicht alleine gehen. Also rief ich bei Petra an, die konnte (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 12. Die Arbeit an sich selbst

Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie bei einem unbeschwerten Spaziergang einen See umrundet. Zum Ende hin waren sie in dem kleinen See schwimmen gewesen und hatten sich dann von der Sonne trocknen lassen. (mehr …)

Kurzgeschichte: Olaf der Keim

Olaf hieß der Keim, der erst seit kurzem in dem Küchenschwamm Adolf lebte und auf Arbeit wartete. Olaf war recht faul. Oder man könnte auch sagen inaktiv.Zacharias Morgenstern war der stolze Besitzer des Küchenschwamms Adolf und auch der ganzen (mehr …)

Kurzgeschichte: Ingrid die Stubenfliege

Ingrid war eine gemeine Stubenfliege, die mit sich nicht zufrieden war. Viel lieber wäre sie eine Stechmücke oder eine Wespe gewesen. Oder eine Biene hätte es auch getan. Auf jeden Fall irgendein Insekt mit giftigem Stachel. Denn es hat doch was: So klein zu sein und den (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 11. Wie man Kraft speichert

Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie bei einem unbeschwerten Spaziergang einen See umrundet. Zum Ende hin waren sie in dem kleinen See schwimmen gewesen und hatten sich dann von der Sonne trocknen lassen. (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich mich erzieherisch betätigte

Neulich dachte ich bei mir, ich müsste mal wieder sozial tätig werden. Also meldete ich mich beim „Freiwilligen Bund für soziale Unterstützung auf freiwilliger unbezahlter Basis“, kurz abgekürzt „FBFSUAFUB“. Als mich die zuständige Dame des Verteilungsbüros fragte, (mehr …)

Kurzgeschichte: Elvira die Klapperschlange

♦ Elvira hieß eine gleichnamige Klapperschlange in Arizona, der das Leben übel mitgespielt hatte. „Wieso?“, fragen wir arglos. Niemand, noch nicht einmal ich, kann das Schicksal ergründen. Sondern wir Menschen können Schicksal höchstens erzählen. Aber gegen die Frage: „Warum nur?“, sind wir machtlos. (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 10. Über das Leiden

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie eine Wiese überquert, auf der viele Menschen gelegen hatten, die ihren Rausch ausschliefen, den sie sich auf einem in der Nähe stattfindenden Volksfest angetrunken hatten. Nun saßen sie im Kreis und der (mehr …)

Papagalli erzählt von einem typischen Sommertag

Neulich war mal wieder schönes Wetter, also ich meine so richtig schönes Wetter. Schon am Morgen prazzelte die Sonne aus allen Himmelsrichtungen, und ich beschloss, wie immer an solchen Tagen, mein Frühstück im Freien einzunehmen. Also ich meine im Biergarten. (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 9. Selbsttäuschung und Selbstberuhigung

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie eine Wiese überquert, auf der viele Menschen gelegen hatten, die ihren Rausch ausschliefen, den sie sich auf einem in der Nähe stattfindenden Volksfest angetrunken hatten. Nun saßen sie im Kreis und der (mehr …)

Papagalli erzählt: Meine geplante Affäre mit Nachbarin Erika Bilsenkraut

Neulich rasierte ich mich, als es an meiner Wohnungstür klingelte. Ich ging und öffnete. Vor mir stand meine Nachbarin, die alleinerziehende Mutter Erika Bilsenkraut, in einem Pepita Kostüm. Das schwarz- weiße Eckmuster stand in einem köstlichen Widerspruch zu ihren Rundungen. Erika und mich verband (mehr …)

Kurzgeschichte: Emil das Email

♦ Emil heißt das Email, das nahezu täglich durch den Äther jagt und auf diese moderne Weise allerlei Informationen verbreitet. Aber einmal griff Emil auf verheerende Weise in einen Kommunikationsprozess ein, und davon will ich berichten. Graf von Stoltenbarsch hatte sich ziemlich (mehr …)

Kurzgeschichte: Regula die Wäscheklammer

♦ Regula hieß eine Wäscheklammer. Sie war auffallend rot und aus Plastik und gehörte also zur modernen Generation. Im weitesten Sinne war sie mitverantwortlich, dass die altbekannten Holzklammern aus dem Verkehr gezogen worden waren und aus profitablen Gründen nur noch (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 8. Wie erkennt man Illusionen?

Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie eine Kunstausstellung besucht und sich anschließend auf einem nahegelegenen Platz in den Kreis gesetzt. Nun saßen sie im Kreis und der Letzte Lehrer wartete auf die begeistert gestellte Frage, die er (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich mich einmal sportlich ertüchtigte

♦ Neulich war mir nach Körperertüchtigung. Ein kritischer Blick in den Spiegel hatte mich überzeugt, dass mein Körper nicht mehr die Spannkraft früherer Jahre hatte, sondern sich zu seinen Ungunsten verändert hatte. Ob das harte Wort „schwabbelig“ in diesem Zusammenhang genannt werden muss, (mehr …)

Kurzgeschichte: Peter der Luftballon

♦ Peter hieß ein gelber Luftballon, der eigentlich ein recht gemütliches Leben hätte führen können. Aber Peter hatte eine ganz quälende Eigenschaft entwickelt. Er fühlte sich überflüssig. Ach, wie beneidete er die Gabel-Erika, die köstliche Fleisch- oder Kartoffelbrocken aufspießte und dem Esser zum Mund (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 7. Verdrängen

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie Übungen gemacht, in denen sie ihr Beobachtungsvermögen hatten stärken wollen. Nun saßen sie im Kreis und der Letzte Lehrer wartete auf die begeistert gestellte Frage, die er gerne beantworten wollte. (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich einmal Frühlingsgefühle hatte

♦ Frühling ist eine herrliche Jahreszeit. Ich meine, die Düfte und das Knospen ringsum machen mich fertig. Und die Sonne hängt himmelhochjauchzend am Himmel herum und wärmt und bräunt uns winterweißhäutige Menschleins. Herrlich. Und was macht die tierische Natur bei so viel freundlichem (mehr …)

Kurzgeschichte: Balduin der Wäscheständer

♦ Balduin hieß der Wäscheständer, der zur Gütergemeinschaft der Reckenhursts gehört hatte. An Balduins Querstreben waren Schnüre angebracht, die, wenn Balduin zusammengeklappt war, schlapp und sinnlos herunterhingen. Aber auseinandergeklappt, wenn die Schnüre aufgespannt waren, konnte man (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 6. „Du kennst dich nicht“

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie einen Spaziergang unternommen, der sie aber nicht allzu weit geführt hatte. Nun saßen sie im Kreis und der Letzte Lehrer wartete auf die begeistert gestellte Frage, die er gerne beantworten wollte. (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich mich politisch engagierte

♦ Neulich war mir wieder einmal nach spontaner politischer Meinungskundgebung. Ich horchte herum – irgendwo in unserer Stadt musste doch eine Demo sein. Dort wollte ich mich einreihen. Schließlich bin ich nicht mit allem einverstanden, was in diesem unserem Staat passiert. Und das muss man doch auch (mehr …)

Kurzgeschichte: Heini das Ausfahrtsschild

♦ Heini hieß das Ausfahrtsschild, das an der A34 in einer Rechtskurve stand. Heini war groß und stark. Zwei Löcher waren im Boden ausgehoben worden, mit Beton ausgefüllt, Stahlrohre reingesteckt und das große, gut lesbare Schild angebracht: „Erkenschwand - Ausfahrt 300m“. Dazu war noch ein Pfeil (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 5. Was geschieht beim Lernen?

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie einen Spaziergang durch die Vorstadt gemacht und waren an einer großen Berufsschule vorbeigekommen. Aus den offenen Fenstern war viel Lärm nach außen gedrungen. Dort fand eine hitzige (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich so einkaufe

♦ Samstags gehe ich immer einkaufen. Dabei habe ich manchmal merkwürdige Begegnungen. Von einigen will ich erzählen. Zum Beispiel war ich in der Bäckerei Forckenschwanz in der Bahnhofstraße! Ich wollte mir ein Schweinsohr kaufen. Einfach so... hatte Appetit drauf! So Blätterteig mit Zuckerguss drauf. Was (mehr …)

Kurzgeschichte: Rudi das Schlauchboot

♦ Rudi hieß ein gelb-orangefarbenes Gummischlauchboot. Es gehörte zum Hausstand des Nepomuk Moospichelhering. Die Frau von Nepomuk war Maria, und wenn wir wissen, dass ihr Mädchenname Maria Morgenschweiß war, können wir gut verstehen, dass sie bei der unvermeidlichen Eheschließung - (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 4. So tun, als ob man lernt

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie einen Spaziergang durch die Vorstadt gemacht. Da waren sie an einer Schule vorbeigekommen, in der gerade Unterricht stattfand. Durch das offene Fenster hatten sie Lehrer und Schüler sprechen hören. Auf (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich einmal Süchtige belehrte

Es war einer jener klimawandelbedingt milden Wintertage, an denen ich relativ bedeutungslos in der Stadt herumstiefelte und um mich blickte. Manchmal liebe ich es, Menschen wie du und ich einfach zu beobachten. Ich erfreue mich dann an den Menschen, die eidechsengleich von Geschäft zu Geschäft (mehr …)

Kurzgeschichte: Bruno der Gabelstapler

♦ Bruno war ein Gabelstapler und ziemlich stark. Er lebte im Getränkegroßhandel Holzhammel in der Nähe von Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart. Der Getränkegroßhandel Holzhammel alkoholisierte die Großgegend um Bietigheim-Bissingen sehr kompetent, meistens mit Starkbier und, wenn harte Sachen (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 3. Kein Baum

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie eine Wahrnehmungsübung gemacht, die darin bestanden hatte, daß jeder genau das beschreiben sollte, was er wahrnahm. Der Letzte Lehrer hatte zuvor die Schüler provoziert und ihnen versucht (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich einmal am falschen Ort das Richtige sagte

Neulich war ich eingeladen zum Geburtstagsfest von Tante Theres. Jetzt fragst du mich: „Wie alt wurde sie denn?“ Ich glaube siebzig. Oder war es achtzig? Also neunzig kann es nicht gewesen sein. Wie dem auch sei, ich besorgte mir ein paar Tulpen und machte mich frohgemut auf ins Seniorenheim. Erst (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 2. Die vereitelte Bergwanderung

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Vor Wochen hatten sie beschlossen, eine Bergwanderung durchzuführen. Drastisch und mit eindrucksvoller theatralischer Untermalung hatte damals der Letzte Lehrer die Gefährlichkeit dieser bevorstehenden Bergwanderung (mehr …)

Kurzgeschichte: Hermann der Waldbrand

♦ Hermann hieß ein Waldbrand, der bislang nur als Möglichkeit bestanden hatte. Was braucht ein kräftiger Waldbrand, damit er Wirklichkeit werden kann? Tagelange Hitze, getrocknete Sträucher, trockene Bäume, dann eine achtlos weggeworfene Zigarette, einen Windstoß, und wenn diese Faktoren (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich mehrmals von einer schönen Frau verwechselt wurde

♦ Ich saß im Bus nach Bierheim-Willnixhofen, ahnungslos vor mich hin dösend. Die Landschaft, die draußen vorbeitorkelte, kannte ich schon und deshalb blickte ich nicht zum Fenster raus. In meinem derzeitigen Leben wollte einfach nichts Spannendes passieren. Plötzlich durchzuckte ein Blitz das (mehr …)

Kurzgeschichte: Frieda das Bügeleisen

♦ Frieda war ein in die Jahre gekommenes Bügeleisen. In ihrer Jugendzeit war sie dem Ehepaar Hurst als Hochzeitsgeschenk von einem weitläufigen Bekannten übergeben worden. Dieser Bekannte, nennen wir ihn ruhig bei seinem Spitznamen Oimel, hatte sich auf der Hochzeitsfeier des frisch gebackenen (mehr …)

Der Letzte Lehrer: 1. Guten Morgen

♦ Wieder einmal saßen der Letzte Lehrer und seine wenigen Schüler zusammen. Gemeinsam hatten sie beschlossen, früh am Morgen in einem großen Übungsraum schwierige Bewegungsabläufe einzustudieren. Anschließend wollten sie gemeinsam den Frühstückstee einnehmen. (mehr …)

Papagalli erzählt: Wie ich meinen Namen bekam

♦ Es ist an der Zeit, mich meinem begeisterten Publikum vorzustellen. Wer bin ich eigentlich? Und wieso veröffentliche ich so qualitätsvolle Texte und weise Lebensbetrachtungen? Die Antwort ist einfach: Eines Tages beschloss ich, in meinem Leben herumzuspähen, ob mir irgendetwas Besonderes, sozusagen etwas (mehr …)